Unser Weg zum Stall von Bethlehem

Unser Weg zum Stall von Bethlehem

Teil 4:

Alles ganz anders

 

Die Nacht ist zum Schlafen da! Das ist aber auf La Palma manchmal ganz anders. Wir haben in der ersten Nacht kaum geschlafen. Es waren so viele Eindrücke, die es zu verarbeiten galt. Es war alles so schön, so wunderbar, so unglaublich. Wir haben die einzelnen Eindrücke immer wieder erinnert und noch einmal erlebt und dabei genossen. Und dann haben wir uns auch immer deutlicher gefragt, was wir hier auf La  Palma überhaupt wollen. Wir waren jetzt genau an der Stelle, an der in unserer Phantasie für einige Monate mein Praxisraum gewesen war. Jetzt, da wir nun in diesem Raum im Bett lagen und nicht schlafen konnten, stellten wir fest, dass der Raum zwar sehr schön war, aber als Praxis ungeeignet. Auch die Gästehäuser und der Seminarraum waren anders, als das auf den Bildern im Exposé ausgesehen hatte. Besonders die Zugänge zu den einzelnen Häusern waren schwierig. Es war also gar nicht so schlimm, dass dieses Objekt inzwischen verkauft war. Außerdem war da ja noch der viel zu hohe Preis. Aber was wollten wir dann hier auf La Palma? Sicher, morgen würden wir das andere Objekt sehen. Das war nicht so teuer. Aber es war teuer genug für uns, um zu wissen, dass wir so viel Geld gerade nicht haben. Sollen wir uns das Objekt unter diesen Umständen überhaupt ansehen? Wir erwecken hier den Eindruck reicher Leute, die Geld investieren wollen und haben doch nur wüste Phantasien im Kopf. Kein Wunder, dass wir so nicht schlafen konnten. Dann, wie weiß ich heute gar nicht mehr genau, hatten wir beide plötzlich drei Schritte vor unseren inneren Augen:

Schritt 1: Wollen wir ein solches Projekt auf La Palma machen?

Schritt 2: Was genau wollen wir in diesem Projekt machen?

Schritt 3: Mit wem wollen wir das Projekt Wirklichkeit werden lassen?

Und uns wurde klar, dass wir diese Schritte nacheinander gehen müssen. Wenn wir einen Schritt nicht gehen würden, würde das Weitergehen keinen Sinn machen. Es wäre verschwendete Energie und würde in der Erfolglosigkeit enden.

So sind wir dann gegen Morgen doch noch für einige Minuten eingeschlafen. Als wir erwachten, war die Sonne gerade aufgegangen und schickte die ersten Sonnenstrahlen über die Berge hinaus auf das Meer. Dicke Regenwolken zogen ihr entgegen und über dem Meer sah man die Regenschauer. Das Wasser regnete auf das Wasser und machte es nass. Wir sind aufgestanden, und haben dieses Naturschauspiel staunend angesehen und dann war da plötzlich ein strahlender Regenbogen über dem Meer. Wir hatten Tränen in den Augen. Das war der Moment, in dem wir entschieden haben: Wir machen das Projekt auf La Palma. Wir wollen das erschaffen. Wir wollen das tun. Es soll so sein.

Zum Frühstück waren mit dem Maklerehepaar in der Küche verabredet. Es war sehr gemütlich und wir wurden sehr liebevoll versorgt.

Der anschließende Rundgang durch das Objekt bestätigte uns noch einmal, dass es ein schönes Objekt war, dass es aber nicht zu unseren Vorstellungen gepasst hätte, dass der Preis zwar durchaus gerechtfertigt war, dass es aber nicht das geboten hat, was wir für unserer Projekt gebraucht hätten. Es war ein Abschied von der ersten Idee ohne Tränen.

Für den Vormittag hatte das Maklerehepaar eine kleine Ausfahrt nach Los Llanos geplant. Los Llanos ist die zweitgrößte Stadt auf La Palma. Noch heute ist diese Stadt für uns eine der schönsten Städte auf der Welt. Wir sind durch die Fußgängerzone gelaufen und haben die Menschen bestaunt, die mit einer großen Ruhe und Gelassenheit ihren Geschäften nachgingen. Straßenmusiker machten Musik. Gäste saßen vor den Cafés und genossen verschiedene Getränke, Süßigkeiten oder Eis. Die großen Ficusbäume boten viel Schatten. Kleine Boutiquen luden zum Stöbern ein. Vor einer Boutique blieben wir stehen. Irgendetwas drängte uns hineinzugehen. Natürlich kam gleich eine Verkäuferin auf uns zu und wollte uns behilflich sein. Sie sprach deutsch. Offensichtlich hatte sie schon mitbekommen, dass wir Ausländer waren. Im Gespräch stellte sich heraus, dass sie selbst aus Deutschland kam und erst seit drei Monaten auf der Insel war.

Ich sah mich in der Boutique um und dabei bleib mein Blick an einen Stapel Schirmmützen hängen. Ich bin kein Hut- oder Mützenmensch. Ich brauche so etwas nicht. Handschuhe sind für mich wichtig. Ich friere nicht gern an den Händen. Aber einen Hut oder eine Mütze brauche ich in der Regel nicht. Doch jetzt? In mir fragte eine Stimme: „Willst Du Dir den Hut für das Projekt aufsetzen?“ Ich suchte in dem Stapel der Schirmmützen nach meiner Größe, obwohl ich die gar nicht wusste und probierte dann einfach einen Hut. Er passte sofort. Ich probierte noch andere Hüte, aber der erste war´s. Und jetzt wurde es spannend: „Kauf den Hut, wenn Du wirklich den Hut für das Projekt aufsetzen willst!“. Ja, das wollte ich, das wollte ich wirklich. Und dann hatte den Hut auf und noch heute ist dieser Hut immer wieder für mich und das Projekt sehr wichtig und hilfreich.

Zum Mittag gab es Apfelkuchen und dann ging es zur Besichtigung der Finca von Victoria, dem 2. Objekt.

(Fortsetzung folgt)

Zwei mit dem Hut

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Frohe Ostern

Frohe Ostern

Frohe Ostern

Neuigkeiten aus dem Vulkan-Verlag@CWS und unserem Projekt “Portal de Belén” in Villa de Mazo auf der Kanareninsel La Palma

So könnte der Ostermorgen auf der Ostseite von La Palma am Sonntag auch aussehen. Dieses Bild entstand am Beginn der diesjährige “semana santa”, der Heiligen Woche.

Es wird Zeit, dass wir einmal von uns berichten. Es ist viel geschehen und wir haben das Schreiben immer hintenan stellen müssen. Heute aber ist es endlich wieder einmal dran. Wir grüßen Euch alle von der Isla Bonita La Palma und wünschen Euch ein frohes Osterfest. Eure Winfried & Carola

Das ist der Blick in Richtung Norden von unserem Haus aus gesehen. Der gelbbraune Streifen ist Calima, feiner Sandstaub aus der afrikanischen Wüste. Dieses Wetterphänomen tritt immer wieder einmal auf. Es sorgt dafür, dass man nicht nur die Autos immer wieder einmal putzen muss. Der feine Staub findet sich in jedem Schrank und sogar in den Weingläsern. Aber der Staub hat auch eine gute Seite. Er ist Dünger für den Boden. Oft nimmt die Staubwolke über dem Meer auch Wasser auf. Dann ist die Luft zwar sehr warm, aber trotzdem mit einem relativ hohen Gehalt an Feuchtigkeit.

Unser Orangenbäumchen ist jetzt 1 Jahr alt und trägt schon die erste Orange. Wir freuen uns, dass unser Garten im vergangenen jahr immer mehr erwacht ist. Stück für Stück haben wir ihn sauber gemacht und Beete angelegt und gepflanzt, ausgesät und auch schon viel geerntet. Der Nektarinenbaum hatte eine sehr üppige Ernte. Auch Tomaten wachsen und reifen das ganze Jahr über. Carola hat einen Tag auf der Finka AUTarca in Tinizara an einem Seminar zur Permakultur teilgenommen. Jetzt wollen wir Stück für Stück diese Ideen auch in unserem Garten umsetzen.

Könnt Ihr Euch noch an die Geschichte unserer Palme erinnern? Sie hatte im ersten Sommer einen starken Pilzbefall. Wir dachten fast, dass sie das nicht überleben wird. Dann haben wir sie regelmäßig mit Öl aus Orangenschalen und Avocadokernen behandelt. Im Frühjahr hat sie dann neu ausgetrieben. Ja, manchmal denkt man, dass etwas für immer vorbei ist oder nie mehr etwas wird. Und dann…

Als wir nach La Palma gegangen sind, hatten wir zunächst die Idee von einem Therapie- und Seminarzentrum im Kopf. Aber das wurde uns immer wieder aus den Händen geschlagen. Und plötzlich ist die Idee wieder da. Gemeinsam mit guten Freunden und kompetenten Beratern überlegen und prüfen wir die Idee und die Möglichkeiten, die sich gerade anbieten.

Unsere Kinder haben alle vier das zweite Trimester dieses Schuljahres bestanden. Wie in jedem Jahr wurde auch diesmal wieder ein großes Musikfestival veranstaltet. Mehrere Wochen haben die Kinder fleißig geübt. Dann kam der große Auftritt in der überfüllten Stadthalle. Ein rundum gelungenes Fest mit palmerischem Temperament. Nun genießen alle Kinder die wohlverdienten Osterferien.

Unser Avocadobaum hat jetzt seinen Rhythmus gefunden. Er trägt gleichzeitig reife Früchte und blüht. So haben wir das ganze Jahr über frische Avocados. Die sind nicht nur lecker. Sie sind auch ein richtig guter Ersatz für Butter. Wer uns besuchen kommt, der darf mal kosten: Frisches Brot mit Avocado und selbstgemachten Kräutersalz.

Übrigens: Die Avocadokerne sind ein hervorragendes Mittel gegen den Pilzbefall bei Pflanzen.

Aus unserem kleinen Frodo ist inzwischen ein richtig großer Hund geworden. Er ist ein stolzer Beschützer seines Rudels. Trotz seinem schweren Start ins Hundeleben hat er sich ganz toll entwickelt. Er ist ein richtiger Familienhund geworden.

Frodo muss jetzt nicht mehr immer an der Kette sein. Nur wenn das Tor offen ist, brauchen wir die Kette. Nur neulich haben wir sie mal vergessen. Schwubs war Frodo draußen. Er hat an beide Torpfosten gepullert und dann ist er wieder auf den Hof gekommen. Ein treuer Hund!

Zu Frodos Rudel gehören seit einigen Wochen auch Fredick und Matilda – zwei Wellensittiche. Magdalena hat sich so sehr zwei Vögel gewünscht und nun sind sie da. Frodo bewacht sie und ist ganz aufgeregt, wenn sie zwitschern.

Beide Vögel sind sehr handzahm. Sie lassen sich streicheln und kommen gern auf Magdalenas Hand.

Die erste Feigenernte ist in diesem Jahr so zeitig, dass man mit drei Ernten rechnen kann.
Regelmäßig blüht der Hibiskus. Aus den Blütenblättern machen wir leckeren Tee.
Ein ganz normaler Gemüsegarten. Unnormal ist lediglich, dass es gerade Ostern ist.
Das sind keine Ostereier! Das sind Pfirsiche. Etwas Zeit zum Reifen brauchen die aber noch.

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Wenn möglich, bitte wenden!

Praxis-Workshop für complementäre Medizin und alternatives ganzheitliches Nach-Denken über das Leben

   Wenn möglich, bitte wenden

Ganz sicher kennen Sie diese Aufforderung, die Ihr Navigationssystem ausgibt, wenn Sie die geplante Route verlassen haben. Es ist die Aufforderung, wieder auf den Weg zurück zu finden, der zum eingegeben Ziel führt. So ist das auch oft in unserem Leben. Das Leben hat einen Sinn und ein Ziel. Wenn wir diesem Sinn entsprechend leben und zu dem Ziel hin unterwegs sind, dann geht es uns gut. Wenn wir das nicht tun, bekommen wir viele verschiedene Signale, die uns auffordern etwas zu verändern, damit sich etwas ändert. Vielleicht kennen Sie diese innere Stimme, die Ihnen immer wieder sagt: „Wenn möglich, bitte wenden!“. Aber bisher war das eben nicht möglich. Sie haben viele Gründe vorzuweisen, warum Sie nicht so einfach oder jetzt noch nicht etwas ändern können. Wenn Sie aber nichts ändern, werden Sie Ihre Ziele nicht erreichen und in dem, was sie tun keinen wirklichen Sinn erkennen können.

 

In diesem Workshop zeigen wir Ihnen verschiedene Strategien, die Ihnen helfen werden, der Aufforderung: „Wenn möglich, bitte wenden!“ zu folgen.Wir wollen, dass es Ihnen gut geht und dass Sie glücklich sind.

Termin: 05.06.2019 (Anreisetag) bis 12.06.2019 (Abreisetag),

Veranstaltungsort: Villa de Mazo (auf der Ostseite der Kanareninsel La Palma, in der Nähe vom Flughafen)

Anreise, Unterkunft, Mietwagen und Verpflegung organisiert jeder Teilnehmer für sich selbst (Wir beraten Sie bei Bedarf dabei gern).

Teilnehmerbeitrag: 440,00 € (inkl. Skript und Snacks und Getränke in den Pausen)

Ihre Begleiter im Workshop: Carola und Winfried Scholtz (Villa de Mazo)

Hier finden Sie weitere Informationen

 

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Kompendium für Gesundheit – unsere gesammelten Erfahrungen

Kompendium für Gesundheit – unsere gesammelten Erfahrungen

 

 

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Neuigkeiten bei uns und im VulkanVerlag@CWS

Neuigkeiten bei uns und im VulkanVerlag@CWS

Es ist Weihnachten. Draußen stürmt ein warmer Südwind und fegt die Wolken mit feinem Sand aus Afrika über die Insel. Man kann nicht sehr weit gucken. Ein bisschen erinnert dieses Wetter heute Morgen an Deutschland. Zum Glück ist es aber viel wärmer und für heute Nachmittag ist wieder Sonnenschein pur angesagt. Es spricht also nichts dagegen, dass wir den heutigen Nachmittag wie in den letzten drei Jahren wieder am Strand verbringen werden.

Dieses andere Weihnachten hier auf La Palma ist immer noch sehr neu und spannend für uns. In diesem Jahr spielen bei uns und den Kindern die Erinnerungen an das erste Weihnachten hier auf der Insel eine große Rolle. Immer wieder hört man: “Weißt du noch…?”

Die Kinder spielen wieder die Weihnachtsgeschichte. Der Höhepunkt war diesmal die Aufführung von Charlottes Krippenspiel mit Playmobil- und Duplo-Figuren. Die erste Aufführung wurde spanisch und die zweite Aufführung wurde deutsch gesprochen. Unsere Kinder sprechen inzwischen viel und gut spanisch. Wir Eltern haben eine sehr gute Spanischlehrerin. Es geht voran – poco a poco!

Unsere Arbeit hier in  “Bethlehems Stall” (“Portal de Belén”) hat nun ein ziemlich klares Profil bekommen. Hier vor Ort finden das Gesundheitscoaching und die Betreuung der KURlauber statt. www.portal-de-belen.com  Für 2019 haben sich schon viele KURlauber angemeldet. Wir freuen uns, dass unser Angebot so gut angenommen wird.

Die Unterstützung von Therapeuten, Pädagogen und Eltern passiert auf der Basis von unseren drei Webinarreihen. Das Programm dafür findet Ihr hier:

Online-Sprechstunde 2019  CompFlex-Themenabende 2019  Webinare der Elternakademie 2019

Außerdem bieten wir vier Workshops hier auf La Palma an. Besonders schön für uns ist es, dass sich immer mehr Veranstalter finden, die uns zu ihren Seminaren einladen. So wird z.B. die Ausbildung zum CompFlex-Trainer in diesem Jahr erstmalig in der Schweiz stattfinden.

Die “Schreiberei” ist in der zweiten Jahreshälfte leider etwas auf der Strecke geblieben. Die Kleckerburg hat hat noch keine Nachfolgerin bekommen. Dafür entstehen aber für das Online-Coaching immer wieder neue Lektionen. Das macht viel Spaß und wir freuen uns schon auf die Veröffentlichungen im nächsten Jahr.

Ein wichtiger Höhepunkt in diesem Jahr war für uns der Verkauf der Praxis in Chemnitz. Dieser Schritt war für uns schon lange fällig. Wir wünschen der neuen Inhaberin und dem ganzen Team viel Erfolg.

Noch weht draußen der Wind und treibt die Kalima-Wolken über die Isla Bonita. Wir sind froh, dass wir nicht nur heute, sondern jeden Tag in Portal de Belén ganz nahe an Weihnachten dran sind. Weihnachten heißt für uns: Der Himmel ist nahe gekommen! Wir freuen uns darauf gemeinsam mit unseren Gästen und Klienten, Teilnehmern und Freunden im neuen Jahr die vielen Weihnachtsgeschenke auszupacken. Wenn der Himmel nahe ist,  dann ist immer Weihnachten!

Ganz liebe Grüße von der Isla Bonita La Palma!

Winfried & Carola

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